Leserkanone ist eine Plattform, um Vielleser, Autoren, Blogger und Verlage zusammenzubringen. Ich zumindest wusste das bis vor Kurzem nicht, ich lerne täglich dazu. Über das Exklusiv-Interview freue mich sehr, so können mich mehr Leser kennenlernen. Danke an das engagierte Team von Leserkanone!

Bei Leserkanone werden Bücher nicht mittels Sternen bewertet, sondern bekommen klassische Schulnoten. “Das endgültige Büchergericht” nennt sich das dann. Für mich fühlt sich eine 6 deutlich schlechter an als 1 Stern. Als Schreiberling ist es eindeutig etwas anderes, Noten statt Sternchen zu bekommen. Das steckt vermutlich in uns drin, vielleicht bin ich auch nur altmodisch. Aktuell (Stand Sep 2016) wird mir für Seezeichen 13 ein Notenschnitt von 2,1905 bescheinigt. Yay! Hatte ich das je in Deutsch in der Schule? Öhm, nö!

Abgesehen davon habe ich mich aufgrund der ausführlichen Fragen zu nicht eben kurzen Antworten hinreißen lassen. Die Zielgruppe sind Leser, richtig? Eben! Will heißen: Wer lesefaul ist, ist hier eh falsch. Aber natürlich, ich sollte trotzdem daran arbeiten, mich kürzerzufassen. Also gut! — Ende

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– Den Lesern welcher anderen Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? Haben Sie literarische Vorbilder?

Ich wollte ein Buch schreiben, wie ich es selbst gerne lese. Einen Krimi mit Spannung, jedoch weder blutrünstig noch duster, leicht wie ein Sommertag am See, in den man eintauchen kann. Ich liebe es kurzweilig und rasant, mit jeder Menge Kopfkino. Außerdem sind mir facettenreiche Figuren wichtig, die erlauben, dass man sie richtig kennenlernt und die man am Buchende nicht wieder gehen lassen möchte, was für eine Serie spricht. Ein bisschen Romantik? Au ja! Ich will mich beim und nach dem Lesen besser fühlen, als vorher. Nicht belastet, nicht gestresst, sondern erholt und voller positiver Energie.

Ich würde mein Buch gerne Lesern von Janet Evanovichs Stephanie Plum oder Kate O‘Hare Serie ans Herz legen, auch Leser von Gisa Paulys Mamma Carlotta, Rita Falks Eberhofer-Serie, Tom Hillenbrands Xavier Kieffer Serie, Moritz Matthies‘ Ray-Serie und Krischan Kochs Küstenkrimis könnten an »Seezeichen 13« ihren Spaß haben. In allen geht es zwar um Kriminalfälle, das Leben, die Beziehungen und die Entwicklungen der Figuren haben jedoch einen fast ebenso großen Stellenwert. Trotz Mordaufklärung sind wir am Ende traurig, wenn wir uns von den Charakteren trennen müssen, weil der Autor es geschafft hat, dass wir uns mit ihnen angefreundet haben. Und wir freuen uns, wenn sie uns im nächsten Jahr mit einer neuen Folge besuchen. Wie Freunde eben.

In gewisser Weise habe ich Janet Evanovich als Vorbild, die es gekonnt versteht, mich als Leserin komplett zu vereinnahmen und ohne Mühe selbst durch Verworrenes hindurchzuführen. Ich habe viel von ihr gelernt. An den reduzierten Schreibstil von Frau Evanovich reiche ich bei Weitem nicht heran, so zu schreiben ist sehr zeitaufwendig. Meine Sprache ist etwas komplexer, wenn sie auch sehr locker und zeitgenössisch daher kommt. Ich kombiniere den »frei von der Leber weg«-Stil gerne mit fantasievollen Formulierungen, setze auch selten gebrauchte Wörter ein, die ich regelrecht sammle und auch nach ihrer Melodie aussuche.

– Ihr Buch spielt am Bodensee. Sollte man selbst aus der Region stammen oder zumindest einen Bezug zur Gegend haben, um Spaß an Ihrem Roman haben zu können? Oder ist »Seezeichen 13« auch ohne Abstriche für all diejenigen geeignet, die Konstanz ausschließlich für ein Synonym für Gleichmaß halten?

Ganz klar, Einheimische und Kenner der Region empfinden noch ein Tick mehr Vergnügen am Kopfkino. Das ist so. Das ist mit der Trick bei Regionalkrimis. Aber man muss definitiv nicht die Region kennen, um richtig viel Spaß an »Seezeichen 13« zu haben. Wasser sollte man vielleicht mögen. Liebhaber von Wüsten oder Hochhausschluchten wären hier falsch. Ich wage aber zu behaupten: Es besteht eine gute Chance, dass Leser nach »Seezeichen 13« den Bodensee auf ihre Reiseliste setzen. Und keine Angst, ich führe Uneingeweihte behutsam ein, begeistere sie für einen der schönsten Orte auf dieser Erde und lasse einen lebendigen Film im Kopf ablaufen, in Gehirn-3-D. Versprochen!

Der Name Konstanz. Ah ja, das ist ein wunder Punkt. Ich liebe meine Stadt, aber der Name … naja. Er taugt ja nun überhaupt nicht dazu, in einem Buchtitel aufzutauchen. Missverständnisse wären vorprogrammiert. »Mord in Konstanz« Nä! Schade, was?

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